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1999 begannen wir (Dipl.-Psych. P. Rossi
mit Dr. med. M. Winkler) damit,
für interessierte ADHS-Betroffene und Fachleute unsere Erfahrungen in
der Diagnostik und Therapie der ADHS im Internet zugänglich zu machen. Dies
entsprach damals einem grossem Bedürfnis, weil im deutschen Sprachraum
keine Informationen über die ADHS bei Erwachsenen auffindbar
waren. Die Voraussetzungen sind heute zum Glück andere: viele ÄrztInnen und PsychologInnen sind zwischenzeitlich mit der ADHS vertraut und die Forschung befasst sich laufend mit neuen Aspekten zu den Ursachen, der Diagnostik und der Therapie dieses Störungsbildes. Dies hat zwei Folgen: Einerseits hat in diesem Umfeld "ADD-Online" als Vermittler von grundlegenden Informationen zur ADHS nicht mehr dieselbe Bedeutung. Andererseits würde der Aufwand unverhältnismässig zunehmen, wenn wir ständig in allen Bereichen den aktuellen Forschungsstand vermitteln wollten. Aus diesen Gründen haben wir die laufenden Aktualisierungen an dieser Website reduziert. Die bisher vorhandenen Informationen stehen jedoch allen Interessierten weiterhin zur Verfügung. Für persönliche Fragen stehen wir Ratsuchenden weiterhin zu Verfügung. Dipl.-Psych. P. Rossi Dr. med. M. Winkler |
ADD steht für das
englische "Attention-Deficit-Disorder" und bezeichnet eine seit
fast dreissig Jahren international anerkannte psychiatrische Diagnose. Im
deutschsprachigen Raum wird für die ADD/ADHD der Terminus
ADHS
verwendet. Die ADHS ist gekennzeichnet durch behindernd stark ausgeprägte und seit der Kindheit bestehende Störungen der Konzentrationsfähigkeit, der Planungs- und Handlungskontrolle, durch Störungen der Impulskontrolle sowie in zahlreichen (aber nicht in allen) Fällen durch motorische Hyperaktivität. Unter der Diagnose ADHS verbergen sich wahrscheinlich mehrere unterschiedliche Erkrankungen. Die Ursachen- und Therapieforschung laufen weltweit auf Hochtouren. Die ADHS stellt eine ernsthafte Beeinträchtigung dar: Sie kann bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen Lern- und Verhaltensstörungen hervorrufen und zu Depressionen, Angststörungen, Suchtproblemen und anderen psychischen Erkrankungen führen. Nicht nur die ADHS, sondern auch viele andere Entwicklungsstörungen, Erkrankungen oder psychosoziale Faktoren können mit Konzentrationsstörungen und Hyperaktivität einher gehen. Um ein Kind oder einen erwachsenen Patienten wirklich zu verstehen und fachgerecht behandeln zu können, muss man auch um diese anderen möglichen Ursachen wissen. Nur so kann den ADHS-ähnlichen Störungsbildern differenzialdiagnostische Evidenz zukommen. Wenn nicht konsequent auch auf andere mögliche Ursachen von ADHS-typischen Beschwerden geachtet wird, erhalten zu viele Patienten fälschlicherweise eine ADHS-Diagnose. ADD-Online stellt für eine breite Öffentlichkeit, für Ratsuchende sowie interessierte Fachpersonen wissenschaftlich abgestützte und praxisorientierte Informationen über Diagnose, Differenzialdiagnose und Therapie von ADHS bei Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern bereit. ADD-Online will damit ein fachgerechtes und sorgfältiges diagnostisches und therapeutisches Handeln fördern. |
Letzte Aktualisierung dieser Seite: 27.05.2010
